Lichtenauhalle 1

Lichtenauhalle 3

Lichtenauhalle 2

Neujahrs-Bürgertreff mit Einweihung der Lichtenauhalle am 21. Januar 2011

Abweichend vom bisherigen Modus hatte Bürgermeister Jürgen Weber zum inzwischen 16. Neujahrs-Bürgertreff nicht in die Stadthalle MUSEUM eingeladen, sondern in die neu erbaute LICHTENAUHALLE beim Gymnasium, um gleich auch deren Einweihung mit in das Programm aufzunehmen. Entsprechend groß war die Gästeschar. Rund 600 Besucher konnte Erster Beigeordneter Klaus Conzelmann begrüßen. Er hieß besonders die Ehrengäste, darunter Landtagsabgeordneter Karl-Wilhelm Röhm, Landgerichtspräsident Dr. Martin Tolk, Ehrenbürger und Bürgermeister a.D. Norbert Roth, willkommen; ebenso alle Mitwirkenden am Einweihungsprogramm sowie die Beteiligten am Neubau der LICHTENAUHALLE. Sein Dank galt den Partnern im kommunalen, staatlichen, wirtschaftlichen und sozialen Bereich für die gute, konstruktive Zusammenarbeit. Hinsichtlich der Gesamtentwicklung nahm Klaus Conzelmann die Kletterwand in der neuen Halle als Symbol. Im Hinblick auf die Namensgebung erinnerte er an die früheren Kinderfeste auf der Lichtenau. Die Begegnung der Jugend finde nun in der neuen Sportstätte ihre Fortsetzung. Abschließend entbot er den Gästen gute Wünsche für das neue Jahr.
Stadtbaumeister Peter Blumhagen war es vorbehalten, allen Verantwortlichen und Beteiligten am Neubau der LICHTENAUHALLE zu danken sowie das erfolgreiche Zusammenwirken zu würdigen. Er betonte, dass es richtig gewesen sei, den Auftrag nicht an einen Generalunternehmer zu vergeben. So seien zwei Drittel der Gewerke von lokalen und regionalen Firmen erbracht worden. Peter Blumhagen lobte die Planungsgemeinschaft Stadt Hechingen, Fachbereich Bau und Technik/Architekturbüro Sprenger für das gute Miteinander. Das wurde von Architekt Jürgen Sprenger bestätigt. Er wies darauf hin, dass das neue Bauwerk die umgebende Wohnbebauung nicht dominieren, sondern sich darin einfügen sollte. Jürgen Sprenger erläuterte weitere Details, insbesondere die innovative Technik in Sachen Heizung und Belüftung. Es folgte die symbolische Schlüsselübergabe an Bürgermeister Jürgen Weber. Für die Hallennutzer gab es Bälle, die Oberstudiendirektor Gerhard Kuhle und Michael Mößner, Vorsitzender des Dachverbands der Hechinger Sportvereine, entgegennahmen.
Die ökumenische Segnung der LICHTENAUHALLE übernahmen Pfarrer Dr. Benedikt Ritzler und Pfarrer Herbert Würth. Sie ergänzten die Fürbitten um die Feststellung: Gewinnen kann nur, wer sich an die Regeln hält. Hoffen wir also, dass trotz allem Siegeswillen stets der Geist des Fairplay in dieser schönen Halle weht.
Den Reigen der Grußworte eröffnete der Direktor des Gymnasiums, Gerhard Kuhle. Er würdigte das Engagement der Stadt Hechingen als Schulträger und stellte heraus, dass trotz teilweiser Verschlechterung der städtischen Finanzlage mehrere Millionen Euro in Schulinvestitionen flossen und noch fließen. Gerhard Kuhle bezeichnete die LICHTENAUHALLE als sehr gelungen sowohl hinsichtlich der Gestaltung als auch der Funktionalität.
Elternbeiratsvorsitzende Dr. Barbara Vees-Höflsauer anerkannte die Aktivitäten der Stadt und verdeutlichte, wie wichtig gute Rahmenbedingungen für die Erfüllung des Bildungsauftrags sind. Sie fügte an: Wir sind erleichtert, dass der ausgegliederte Schulsport jetzt der Vergangenheit angehört. Es war eine Verschwendung von Zeit und Energie, die wir jetzt besser in die Bildung unserer Kinder investieren können.
Wie „ein Schneekönig“ freute sich Michael Mößner, Vorsitzender des Dachverbandes der Hechinger Sportvereine, über die wunderschöne LICHTENAUHALLE. Er erwähnte auch den im vergangenen Sommer realisierten Kunstrasenplatz im Weiher-Stadion sowie die noch laufende, aufwendige Sanierung der Schlossberghalle und bekräftigte: Im Namen der Sportvereine der Stadt Hechingen danke ich Verwaltung und Gemeinderat für die Investitionen in die Sportförderung. Jetzt liegt es an den Vereinen, dies mit guten sportlichen Leistungen zu erwidern.
Die Veranstaltung wurde hervorragend musikalisch umrahmt von der Big Band des Gymnasiums unter der Leitung von Karin Kuhner. Das Gymnasium zeichnete auch mit Lehrer Volker Mayer an der Spitze verantwortlich für eine kurzweilige „Sportgala“ in zwei Teilen. Diese wurde professionell moderiert von Stefan Selenkowitsch, Schüler am Gymnasium. Geboten waren vom Turnen über Tanz und Taekwondo bis zum Kunstradfahren abwechslungsreiche Programmpunkte, die mit viel Beifall bedacht wurden.

Bürgermeister Jürgen Weber hielt im Anschluss an die Einweihungsfeier eine Neujahrsansprache der etwas anderen Art wie folgt:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, werte Gäste,
für das neue Jahr wünsch’ ich allen nur das Beste,
Glück, Gesundheit und Zufriedenheit
sowie vor allem Gottes Segen zum Geleit.

Ich reime, wie unschwer zu erkennen ist
und hoffe, dies irritiert Sie nicht.
Freie Rede wird ja von mir sonst favorisiert,
dabei man aber leicht das Zeitgefühl verliert.

Nach langem, schönen Einweihungsprogramm
zu hängen jetzt noch an,
die Neujahrsansprach’ mit einer halben Stund’,
da würd’ es manchen vielleicht zu bunt.

Das muss wirklich nicht sein,
deshalb hilft mir heut’ der einfache Reim,
im doppelten Sinne die Gedanken zu „verdichten“,
auf zehn Minuten lass’ ich mich verpflichten.

Den Richtspruch zu diesem Hallendache
ich hierfür zum Beispiel mache.
Wenn man so will: Noch’n Gedicht
zur Einweihung nun – wird wohl schaden nicht.

Unsr’e Lichtenauhalle ist gelungen, ich bin begeistert.
Und das Werk lobt seine Meister.
Bewusst im Plural ich formulier’,
denn viele Beteiligte gab es hier,
damit das Bauwerk entstand.
Für deren Engagement sage ich herzlichen Dank,
auch dafür, was zu schaffen nicht immer leicht,
dass unser Budget hat ausgereicht.

Rund vier Millionen Euro zu Buche stehen,
den Gegenwert wir heute sehen.
Dies Geld ist zweifellos gut angelegt,
denn das sportlich’ Geschehen wird weiter belebt.

So sei auch noch erinnert an unser Stadion im Weiher,
dort entstand jüngst ein Kunstrasenplatz und zwar ein ganz neuer.
Deshalb: Ob Schule oder Sportverein,
die meisten könnten momentan doch zufrieden sein.

Schön, wenn beim Hallen-Freibad es ebenso wäre
und uns käme nicht’s mehr in die Quere.
Mit zwei Drittel Mehrheit der Gemeinderat hat beschlossen schon
bekanntlich eine öffentlich-private Kooperation.

Denn ich habe oft genug gesagt,
dass nicht gelingt ein solch’ Spagat:
Gleichzeitig Großsporthall’ und Schwimmbad komplett zu finanzieren,
Davor müssten wir kapitulieren.

Ein Partner längst gefunden ward,
rechtlich und wirtschaftlich geprüft der PPP-Vertrag.
Beides positiv, doch dann - oh Schreck, oh Pein,
das Landratsamt sagt: Nein !

Unerwartet kam dies daher,
deshalb es wiegt besonders schwer.
Wir trotzdem nicht in der Schmollecke steh’n,
denn es muss ja weitergeh’n.

Die Verwaltung gern verhandelt hätt’,
der Gemeinderat mehrheitlich meint: Woll’n mer net !
Es erging aber der Beschluss beizeiten,
den Rechtsweg zu beschreiten,
damit Juristen mögen dann erklären,
dass die Genehmigung zu erteilen wäre.
Dies dauert jetzt halt noch an,
dadurch gebremst ist unser Elan.

Für andere Vorhaben trifft das nicht zu,
Schritt um Schritt realisiert, ohne Ruh’.
Ob Hoch- oder Tiefbau, es ist insgesamt,
ein recht ehrgeizig’ Investitionsprogramm
zur Weiterentwicklung unserer schönen Stadt,
die ohnehin schon viel zu bieten hat:
Facettenreiches Kleinstadtleben,
traditionell, modern – von jedem etwas eben.
In herrliche Landschaft integriert,
so sind wir geradezu privilegiert.

Doch bezüglich der „Altstadtachse“ von Bahnhof bis Fürstengarten,
von der wir stets so viel erwarten
in punkto geschäftiges Treiben und Verweilqualität
für ihren Mittelteil die Erkenntnis besteht:
Steilstück Staig und auch die Turmstraße
erfüllen diese Funktionen nicht mehr in früherem Maße.

Mit solch’ Themen will auf neuen Wegen
über das Projekt „Kleinstadtleben“
das Regierungspräsidium jetzt modellhaft sich befassen
und wir sollten es nicht unterlassen,
uns zu bewerben,
um im Falle des Erfolgs jenen Bereich zu stärken.
Flott zu entscheiden gilt es nun,
ich denke, der Gemeinderat wird das tun.

Apropos Tun: Persönliches Engagement in unserer Stadt,
wahrlich hohen Stellenwert hat,
ob im Beruf oder Ehrenamt,
dafür sind die Hechinger bekannt.

Aber auch für eine spezielle Streitkultur,
die manche beherrschen absolut pur.
Das gehört zum Spektrum dazu.
Wer hier her kommt, sollt’ dies verinnerlichen im nu.
Ich sag’s auch mit Blick auf die Bürgermeisterwahl,
vielleicht sind ja Interessenten hier im Saal.

Allgemeine Hinweise ich mir gestatte,
selbstverständlich aus rein persönlicher Warte.
Keine Sorge, ich mische mich nicht ein.
Nur soviel: Wer mir nachfolgt möge sein,
von Gemüt gelassen und heiter,
denn das hilft meistens weiter.
Sensibel, doch nicht ausgestattet mit zu zarten Saiten,
standhaft, um - wenn nötig - Kurs zu halten,
vor allem in schwierigen Zeiten,
stets bereit, Flagge zu zeigen
für Stadt und Zollerland.
Das alles verlangt dies Amt.

Doch ebenso bedacht sein will,
zu präsentieren ein eigenes Profil,
vielfacher Erfahrung folgend auch,
was der Volksmund oft verlaut’:

Allen Menschen recht getan,
ist eine Kunst, die niemand kann.

So wird das auch in Zukunft sein,
betrifft Bürgermeister nicht allein.
In jedwed’ exponierter Funktion
verfügt man über solch’ Erfahrung schon.

Und wo jene Weisheit beherzigt wird,
das Miteinander meist’ auch glückt.
Also: Gehen wir optimistisch zu Werke
und zeigen gemeinsam Stärke.
Dann wird 2011, das müßt’ sein klar
auch wieder ein gutes Jahr !

Ein Bedürfnis ist es mir zum Schluß,
verbunden mit einem Gruß,
denen ganz herzlich Dank zu sagen,
die diese Feier vorbereitet oder mitgestaltet haben.
Unsere Helfer will ich beziehen ein,
deren Schicksal ist, meist im Hintergrund zu sein.
Funktioniert hat alles auch,
dafür vom Publikum nochmals Applaus.

Das Hohenzollernlied wird nachher erklingen,
ich bitte, kräftig einzustimmen,
sich zuvor aber zu erheben,
das erleichtert zudem eben
auch gleich den Übergang
zum nachfolgenden Stehempfang.

Liebe Gäste, ich lad’ Sie gerne ein,
hier noch etwas zu verweil’n.
Gespräche, Trinken, Essen, gute Laune haben,
ist das Programm für den Rest des Abends.

Ich hoff’, mir zuzuhör’n war keine Qual,
nun ja - blieb Ihnen eine andere Wahl ?
Zehn Minuten waren’s – gewiss nicht mehr.
Für Ihre Aufmerksamkeit danke ich sehr.


Zum Abschluss des offiziellen Teils des Neujahrs-Bürgertreffs wurde gemeinsam das Hohenzollernlied gesungen. Es folgten danach angeregte Gespräche beim Stehempfang.

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