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Der Fürstengarten in Hechingen

► Tipp: Die Infotafel im Fürstengarten als hoch aufgelöste pdf-Datei. Hier klicken.


Fürstengarten mit Villa EugeniaDer Fürstengarten ist eine herausragende, unter Denkmalschutz stehende Parkanlage in Hechingen. Ihn kennzeichnet die ganz besondere Geschichte, die vor über 200 Jahren mit Fürstin Eugenie von Hohenzollern Hechingen begann.

Parkpflegwerk
Der anfängliche Privatgarten, der nach Motiven des berühmten Gartenkünstlers Hermann Fürst von Pückler-Muskau gestaltet worden war, ist seit einigen Jahrzehnten im Eigentum der Stadt Hechingen.
Die Stadt Hechingen hat den Park in den Jahren 2019 bis 2026 grundlegend saniert. Der Schwerpunkt lag dabei auf den langen vernachlässigten Pflanzungen, die typisch für den englischen Landschaftsgartenstil sind.

Was ist ein englischer Garten?
Der englische Garten soll eine natürliche Landschaft widerspiegeln, die trotz der angestrebten „Natürlichkeit“ eine Planung bis ins kleinste Detail notwendig macht. Angelegte Sichtachsen, verträumte Pfade sowie punktuelle Gewässer sind hier die wesentlichen Elemente.
Davon grenzt sich der „Pleasureground“ ab. Dieser ist ein besonders fein gestalteter Gartenbereich mit Pflanzungen und Beeten in enger Umgebung des fürstlichen Wohnhauses im Sinne einer ausgedehnten Wohnung.

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(1) Wiesental
Ein besonderes Element im Fürstengarten ist das große Wiesental im Süden des Parks. Es wurde freigestellt und mit einem alten Querweg erschlossen. Eine Blumenwiese dient der Artenvielfalt im Park. Die Sichtachse öffnet den Blick nach Osten und Westen. Gerahmt wird die Sicht nach Westen von Nadelbäumen.

(2) Vorfeld Villa Eugenia "Pleasureground"
Vor der Villa Eugenia wurde die Achse von der Zollernstraße bis zum Mitteltrakt wieder deutlich herausgearbeitet; Rosen- und Staudenbeete mit historischer Kalktuff-Einfassung markieren das Rasenoval und die Übergänge in den Park.

(3) Front Zollernstraße
Eine Lithografie aus dem Jahr 1835 zeigt die Sicht auf die Villa von der Zollernstraße aus. Bemerkenswert ist hier die Freihaltung der Sicht auf das Hauptgebäude im Park, zwischen dem Tempelhügel und einem absichtlich gepflanzten Nadelbaum hindurch. Man hat damals solche Situationen mit Pflanzungen betont. Die Tanne wurde wieder gepflanzt, ebenso eine Hemlocktanne am Hang.

(4) Tempelhügel
Der Tempelhügel entstand aus dem Aushub der Seitenflügel der Villa Eugenia. Vom oberen Plateau wurden Sichten zur Burg und zu Villa freigestellt und mit Bepflanzungen akzentuiert. Der Hügel ist mit einem Silberahorn, einer Platane sowie Blütensträuchern und Stauden bepflanzt. Da der historische Holztempel nicht rekonstruierbar war, befindet sich heute eine Rundbank auf dem Hügel.

(5) Wege im Landschaftsgarten
Im Landschaftsgarten lenken Wege den Blick, ohne selbst in den Vordergrund zu treten. Im südlichen Parkbereich bei der Villa Silberburg wurden historische Wegeverläufe aufgegriffen, behutsam verschmälert und harmonisch in die Landschaft eingebunden.
Von der Aussichtskanzel am westlichen Ende des Schattengangs führt heute wieder ein geschwungener Fußpfad durch die fein modellierte Topografie des Parks und lädt zum Verweilen und Genießen der historischen Gartenlandschaft ein.

(6) Schattengang
Der Schattengang zählt zu den besonderen Gestaltungselementen des Parks. Die rekonstruierte Hainbuchenhecke greift die historische Achse wieder auf und führt den Blick geradlinig zum Billardhäuschen ("Weißes Häusle"). Als östlicher Endpunkt des Schattengangs steht das Parkgebäude heute erneut in einer eindrucksvollen Sichtbeziehung zur Villa Eugenia und zur Burg Hohenzollern im Hintergrund.

(7) Brunnen
An zwei Stellen gab es früher Brunnen im Fürstengarten. Einer davon lag im Kastanienrondell am früheren Hofgärtnerhaus. Zwischen den ausdrucksstarken Alt-Bäumen wurde nun ein Sandsteinbecken platziert, welches zum Schutz der Baumwurzeln leicht angehoben wurde. Ein weiteres Becken steht neben der Villa, jedoch hier im Original aus Gusseisen gefertigt und fachgerecht restauriert.

DANKESCHÖN
Die Stadt Hechingen bedankt sich bei allen Unterstützern, die die Umgestaltung des Fürstengartens begleitet haben.

► Tipp: Die Infotafel im Fürstengarten als hoch aufgelöste pdf-Datei. Hier klicken.


Thomas Jauch
Presse-, Öffentlichkeitsarbeit und Stadtarchiv