Mit diesen Einsparungen wiederum deckt die Stadt die Gesamtkosten der Wisag in Höhe von 3,15 Mio. Euro. Hierfür erhalten das Gymnasium mit Nebengebäuden und Lichtenauhalle, die Grund- und die Werkrealschule samt Turnhalle und die Realschule samt Turnhalle und Förderschule neue Heizanlagen und zum Teil auch neue Beleuchtungssysteme. Mit den Sanierungen gestartet wird noch in den Sommerferien, bis Jahresende sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Gebaut werden für alle drei Komplexe Blockheizkraftwerke, bei den Schulen am Schlossberg sind Holzpellets und Gas die Energieträger, am Gymnasium ausschließlich Gas. Produziert wird neben Wärme auch Strom zur Versorgung der Schulen, überschüssiger Strom wird in das Netz eingespeist. Die modernen Heizsysteme kommen übrigens auch der Umwelt zugute: rund 1.000 Tonnen Kohlendioxid werden jährlich weniger produziert, dies bedeutet eine Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes um rund 80 %.
Unterstützt und beraten wurde die Stadt bei der Realisierung des komplexen Contracting-Modells durch Dipl.-Wirtschaftsingenieur Rüdiger Lohse von der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) in Karlsruhe. Mit seiner Hilfe hat die Stadt Hechingen einen öffentlichen Teilnahmewettbewerb für Energiesparcontractingmaßnahmen ausgeschrieben. Den Vorzug im Vergabeverfahren hatte die Firma Wisag erhalten, die bereits im zahlreiche kommunale Energiecontracting-Modelle umgesetzt hat, unter anderem im Landkreis Biberach. Vom Landratsamt, das den Vertrag genehmigt hat, war übrigens ein Wirtschaftlichkeitsvergleich zwischen dem Contracting-Modell und einer Erneuerung der Heiztechnik durch die Stadt in Eigenregie gefordert worden. In der Expertise kommt die Rangendinger Firma Euv-Tec zum Ergebnis, dass die Stadt mit dem Contracting-Modell gegenüber einer Eigenlösung während der Vertragslaufzeit rund 2 Millionen Euro spart. Geschäftsführer Stephan Weinen von der Wisag bedankte sich abschließend bei Dorothea Bachmnann für die gute und stets termingerechte Zusammenarbeit.